Sie betreten den Raum, und alle Blicke sind auf sie gerichtet. Es sind diejenigen, die Menschen bewegen, zu Höchstleistungen motivieren und durch ihr Auftreten mitreißen. Sie haben Einfluss auf sich und ihre Umwelt.

Es sind Menschen, die eine ganz besondere Gabe ihr eigen nennen dürfen – Charisma!

So gut wie jeder wünscht sich manchmal, eine bessere Ausstrahlung zu haben, bessere Reden zu halten oder selbstbewusst und überzeugend den eigenen Standpunkt zu vertreten. So gut wie jeder wünscht sich manchmal, im Rampenlicht einen guten Eindruck zu hinterlassen, Bewunderung in anderen auszulösen, in Erinnerung zu bleiben.

Doch ist Charisma nur einigen wenigen Menschen vorbestimmt oder ist es erlernbar? Kann jeder Mensch eine atemberaubende Ausstrahlung und einzigartige rhetorische Fähigkeiten entwickeln?

Ich sage ja! Doch nicht nur ich bin dieser Meinung, sondern auch die Wissenschaft. Und in diesem Artikel zeige ich dir, was du tun kannst, um einzigartiges Charisma aufzubauen.

Was ist Charisma?

Der Begriff kommt ursprünglich aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „Gnadengabe“ oder „Gottesgabe“. Glaubt man dieser Wortbedeutung, sind das natürlich keine guten Aussichten. Denn dann gäbe es ein paar Auserwählte und die anderen hätten einfach Pech gehabt.

Zum Glück weiß man heute, dass Charisma kein Persönlichkeitsmerkmal ist, sondern etwas, was andere Menschen einem zuschreiben. Das bedeutet, dass nicht Menschen selbst Charisma haben, sondern lediglich auf andere charismatisch wirken. Und das ist ein großer Unterschied.

Denn natürlich können wir beeinflussen, wie wir auf andere wirken. Kurz gesagt:

Charisma ist erlernbar!

Auskunft darüber gibt uns die Wissenschaft. Sie gibt uns die Zutaten für außergewöhnliches Charisma. Es gibt mittlerweile schon sehr viele Untersuchungen zu diesem Thema. Eine davon stammt vom Wissenschaftler Richard Wiseman von der Universität in Hertfordshire in England [1]. Er beschreibt drei Fähigkeiten, die Charismatiker besitzen, um diese einzigartige Wirkung auf andere auszuüben.

Charismatiker …

  1. … sind empathisch
  2. … können Emotionen in anderen wecken
  3. … haben ein starkes Selbstbewusstsein

Aufbauend auf diesen Erkenntnissen möchte ich nun zum praktischen Teil dieses Artikels kommen. Denn alle drei Bereiche sind trainierbar. Und wie es der Zufall so will, beschäftige ich mich mit allen Teilbereichen schon über 10 Jahre.

Bist du bereit, ab heute charismatischer zu sein? Dann los.

Charismatiker sind empathisch

Charismatische Menschen schaffen es auf eine atemberaubende Art und Weise, andere zu erreichen, tief in die Emotionen ihrer Gegenüber einzudringen und sie somit genau bei ihren tiefsten Wünschen und Bedürfnissen anzusprechen.

Empathie ist eine der wichtigsten und tiefgreifendsten Methoden in der Kommunikation und im Umgang mit anderen Menschen. Ähnlich wie beim Charisma glaubte man lange Zeit, es wäre eine angeborene Gabe, die eben manchen Menschen in die Wiege gelegt wurde und anderen eben nicht.

Spätestens seit den Untersuchungen rund um das Forscherteam von Giacomo Rizzolatti in den 90er-Jahren wissen wir jedoch, dass Empathie messbar und vor allem erlernbar ist. Dabei war es ursprünglich gar nicht die Intention der beiden gewesen, das herauszufinden.

Denn eigentlich wollten sie lediglich messen, was sich im Gehirn tut, wenn man bestimmte Bewegungen ausführt. Also quasi, welche Gehirnareale bei motorischen Abläufen aktiviert werden. Als Versuchsobjekte dienten kleine Makakenäffchen, die an Geräte angeschlossen wurden, die Gehirnströme messen (Ich habe mir sagen lassen, dass die Messung nicht wehtut). 🙂

Sie platzierten zum Beispiel eine Banane auf einem Tisch, und sobald das Äffchen nach ihr griff, zeichneten sie die Gehirnaktivitäten auf. So weit, so gut. Das wirklich Spannende passierte aber, als einer der Forscher selbst nach der Banane griff. Was nämlich niemand vermuten konnte:

Das Gehirn zeigte selbst dann Aktivität, wenn der Affe nicht selbst, sondern jemand anderes die Bewegung ausführt.

Doch nicht nur irgendeine Aktivität, sondern genau dieselbe, als hätte der Affe die Bewegung selbst ausgeführt. Das war ein absoluter Knalleffekt in der Wissenschaft. Bis dato hatte niemand sonst eine derartige Beobachtung gemacht. Es war die Geburtsstunde der Spiegelneuronen!

Heute weiß man, dass die sogenannten Spiegelneuronen dafür verantwortlich sind, dass wir Empathie empfinden können. Empathie entsteht nämlich genau dann, wenn sich Menschen sehr ähnlich sind und sich aneinander angleichen. Und das ist sogar messbar im Gehirn.

Im Buch Empathie und Spiegelneurone beschreibt Rizzolatti und ein Kollege sehr ausführlich, wie das vonstatten geht. Für dich ist also wichtig, Folgendes zu wissen:

Möchtest du Empathie aufbauen, so musst du dich deinen Gesprächspartnern angleichen. Das kannst du sowohl körpersprachlich, tonal als auch inhaltlich machen. Der Fachbegriff dafür ist Rapport und ist eines der Kernfähigkeiten im NLP.

Wenn du mehr darüber erfahren willst, dann klicke einfach auf die Seite von myNLP. Dort habe ich einen Blogartikel darüber geschrieben: http://www.mynlp.at/rapport/

Charismatiker wecken Emotionen

Eine der vielleicht markantesten Fähigkeiten von Charismatikern ist es, mitreißend zu kommunizieren und in ihren Mitmenschen Emotionen zu wecken. Der amerikanische Wissenschaftler Lauren Naidoo [3] untersuchte diese Umstand und kam zu der Erkenntnis, dass es eine Gemeinsamkeit gibt, die alle Charismatiker vereint.

„Charismatiker schaffen es, bilder in die Köpfe der Menschen zu projizieren.“

 

Er schrieb dafür die Antrittsrede eines amerikanischen Präsidenten in zwei Versionen um. Version 1 beinhaltete sehr bildhafte Sprache, während Version 2 nur wenige bis gar keine Bilder nutzte. Bei der anschließenden Bewertung durch freiwillige Probanden und Probandinnen wurde der Vortrag von Version 1 als charismatischer wahrgenommen.

Grundsätzlich ist das Wort „bildhaft“ jedoch zu eng gefasst. Denn in Wahrheit kommen Emotionen genau dann an, wenn Sprache in allen Sinneskanälen verpackt wird. Insgesamt haben wir fünf davon, nämlich sehen, hören, fühlen, riechen und schmecken.

Schaffen es Redner also, ihre Nachricht in allen Sinnen zu verpacken, steigt die Wahrscheinlichkeit rapide an, dass Emotionen beim Gegenüber ankommen.

Denn das Gegenteil davon wäre Sachlichkeit, die über kurz oder lang zu Langeweile führt. Jeder kennt brillante Persönlichkeiten, die enormes Wissen auf einem Gebiet haben, es aber einfach nicht kommunizieren können. Andererseits gibt es aber auch Menschen, die wenig Wissen haben, es durch ihre rhetorischen Fähigkeiten aber so aussehen lassen, als hätten sie welches.

Welche der beiden Gruppen, glaubst du, kommt besser an?

Und jetzt stell dir vor, du hast enormes Wissen und kannst es auch noch transportieren. Jackpot, würde ich sagen. Oder wie Franz Josef Strauß einmal sagt:

„Man muss einfach reden, aber kompliziert denken, nicht umgekehrt.“

Dein Mittel der Wahl sind also Geschichten, Metaphern und Analogien. Denn diese schaffen es, komplexe Sachverhalte auf einfache Art und Weise wiederzugeben, wecken Emotionen und bleiben im Gedächtnis.

Tipp: Wenn du genau wissen willst, wie du charismatisch auftreten kannst und worauf du dabei achten musst, habe ich am Ende des Artikels eine kleine Überraschung für dich.

Charismatiker sind selbstbewusst

Der Focus beschreibt in einem Artikel [4], dass Selbstbewusstsein zu einem Teil für die Ausstrahlung von Menschen verantwortlich ist. Das ist auch logisch, denn charismatische Menschen vertreten eine Meinung, von der sie überzeugt sind und die sie auch argumentieren können.

Es würde nicht sehr charismatisch ankommen, würde sich jemand beim geringsten Gegenwind wie ein Fähnchen um die eigene Achse drehen und winselnd in seine Höhle zurückkriechen.

Das macht Charismatiker auch weniger von äußeren Einflüssen abhängig, sie wirken innerlich stabiler und sicherer in der Argumentation, womit wir wieder bei der eingangs erwähnten Studie von Richard Wiseman wären, wonach charismatische Menschen sich weniger von anderen Meinungen und vor allem anderen Charismatikern beeinflussen lassen.

Über das Thema Selbstbewusstsein stärken habe ich übrigens auch bereits auf diesem Blog einen sehr ausführlichen Artikel geschrieben, der wiederum die Wissenschaft in die Praxis bringt und mit vielen Übungen zum Selbst-Anwenden gespickt ist. Hier der Link: https://www.mariograbner.com/selbstvertrauen-staerken-eine-wissenschaftliche-anleitung/

Abschließend lässt sich sagen, dass Charisma sehr wohl erlernbar ist, die einzelnen Facetten jedoch natürlich Zeit brauchen, um sich zu entwickeln. Es ist so in den meisten Bereichen im Leben:

Veränderung geht oft blitzschnell, aber der Weg dahin ist oft lange.

Aus diesem Grund kann ich dir nur raten, fange heute damit an und mache jetzt die ersten Schritte. Und ich habe dir ja auch eine kleine Überraschung am Ende dieses Artikels versprochen.

Und dieser Moment der Überraschung ist jetzt da. Denn ich beschäftige mich schon über 12 Jahre mit diesem Thema und habe hunderte, wenn nicht sogar tausende Menschen in dieser Zeit erfolgreich begleitet.

Und ich habe einen Online-Kurs zusammengestellt mit dem klingenden Namen Charismatisch auftreten – Selbstbewusst argumentieren. In diesem Kurs lernst du alles, was ich in diesem Artikel erwähnt habe, und sogar noch mehr. Du lernst nämlich, wie du alle Bereiche der Kommunikation einsetzen kannst, um dein Auftreten und deine Wirkung auf andere zu verbessern.

Und weil du bis hierher gelesen hast, bekommst du den Kurs um 60 % günstiger. Denn ich verkaufe den Kurs hier auf der Website um 67 Euro, und unter folgendem Link zahlst du nur 27 Euro. Das ist wirklich ein Schnäppchen.

Hier kannst du zuschlagen: https://www.mariograbner.com/charismatisch-argumentieren/

Eine kleine Bitte hätte ich noch. Wenn du diesen Artikel weiterempfiehlst, dann erzähle nichts von dem Angebot hier. Es ist ein Geschenk für diejenigen, die dieses Thema wirklich interessiert und auch bereit sind, vorher 1445 Worte zu lesen.

Danke für dein Vertrauen und alles Liebe,

Mario

PS: Always challenge the status quo

 

 

[1] http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/magazine/4579681.stm (13.12.2017)

[2] Rizzolatti, G.; Sinigaglia C. (2008): Empathie und Spiegelneurone – Die biologische Basis des Mitgefühls, Suhrkamp

[3] Naidoo, L. J.; Lord, R. G. (2008): Speech imagery and perceptions of charisma: The mediating role of positive affect. The Leadership Quarterly, Vol 19, 3. S. 283-298.

[4] https://www.focus.de/wissen/mensch/charisma/charisma_aid_27175.html (13.12.2017)

 

Photo:  Allef Vinicius on Unsplash